Letztes Wochenende endete mit dem 2. Teil der Schweizermeisterschaften die Saison 2011/2012. Mit dem 4. Rang im Sprint und dem 6. Rang über die 30 Kilometer Freistil hatte ich keinen versöhnlichen Abschluss. Seit Ende Februar kämpfte ich gegen Müdigkeit und Kraftlosigkeit, die Form war, einfach gesagt, weg. Dass der Leistungseinbruch im März jedoch so stark war, hätte ich nicht gedacht.
Es ist normal, dass am Ende der Saison die Kraft und die Frische langsam schwinden. Doch hinzu kam diesmal das Gefühl von ausgebrannt sein, Energielosigkeit und Niedergeschlagenheit. Das psychische Tief wirkte sich umso mehr auf den physischen Zustand aus. Ich denke, dass ein Grund dafür die viele Reiserei war. Im Winter sind wir oft unterwegs. Doch in dieser Saison war es auch im Sommer/Herbst nicht wenig. Dazu kam, dass ich im letzten Jahr mit dem Studium eine intensive Zeit hatte.
Grundsätzlich hatte ich keine schlechte Saison. Doch bin ich nicht ganz zufrieden mit meinen Leistungen. Ich konnte mich im Vergleich zu den letzten Jahren nicht merklich steigern. Im Freistil erreichte ich jedoch einen Fortschritt, eine meiner Zielsetzungen für diese Saison. Die Grundlage ist vorhanden. Das Ziel ist es nun einen Schritt nach vorne zu machen. Meine Motivation für die kommende Saison ist also hoch, und ich freue mich bereits jetzt auf die Vorbereitung und das Training.
Bevor aber im Mai der Startschuss in die WM-Saison fällt, geht’s jetzt mal in die Ferien. Seit bald drei Jahren werde ich für eine Woche die Seele baumeln lassen, erholen und Energie tanken. Genau das Richtige nach einer intensiven Saison.
Ich wünsche allen schöne Ostern! Liebe Grüsse, Doris
Einige Impressionen aus der vergangenen Saison. Viel Spass!
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Der erste Teil der diesjährigen Schweizermeisterschaften wurde zeitgleich mit dem Continental Cup in Campra durchgeführt. Nebst dem es für mich ein erfolgreiches Wochenende war, wird mir aber auch die Kälte und der Wind in Erinnerung bleiben. Als Langläuferin bin ich mir kalte Temperaturen gewöhnt. Doch bei -17, -18 Grad und Wind fühlte es sich draussen nochmals etwas kälter an und in diesem Winter lief ich bei solchen Bedingungen noch nicht.
Vor allem am Freitag, beim klassisch Sprint, musste ich mich erst an die Kälte gewöhnen. Der Sprint, der nur zur COC-Wertung zählte, bot mir eine gute Vorbereitung für die weiteren Wettkämpfe am Samstag und Sonntag. Nach dem Trainingsblock zu Hause fühlte ich mich beim Sprint nicht besonders frisch. Trotzdem war ich mit meinem Wettkampf zufrieden. Nachdem ich im Prolog als Zweite über sieben Sekunden auf die Siegerin Sandra Ringwald verlor, waren es im Final rund sechs Sekunden weniger. Hinter der deutschen Siegerin konnte ich mich also auf dem zweiten Rang klassieren vor Tatjana Stiffler, die Dritte wurde.
Am Samstag über die 10 km Klassisch war es nicht nur kälter, sondern der Wind blies noch stärker als am Tag zuvor. Aus diesem Grund wurde die 5 km-Runde auf 2.5 km gekürzt, die wir dann viermal absolvieren mussten. Normalerweise beträgt die Laufzeit eines 10 km-Rennens zwischen 26-30 Minuten. Am Samstag hatten wir im Schnitt zehn Minuten länger für die Strecke. Die Schneeverhältnisse sorgten für langsame Skier. Ich fand schnell einen guten Rhythmus. Nach zwei Runden war mein Rückstand auf die Spitze keine fünf Sekunden. In der dritten Runde summierte sich dieser jedoch auf 16 Sekunden. Auf der letzten Runde versuchte ich nochmals etwas aufzudrehen. Am Schluss belegte ich den 2. Rang, 4.5 Sekunden hinter der Siegerin Sandra Ringwald. Mit diesem Wettkampf war ich zufrieden und freute mich über den fünften Schweizermeistertitel.
Die Verfolgung am Sonntag über 10 km Freistil verhiess nochmals einen spannenden, und vor allem "langsamen", Wettkampf zu werden. Es war zwar windstill, jedoch mit -18 Grad ziemlich kalt und auch der Schnee somit sehr langsam. Der Start erfolgte mit dem Rückstand vom Vortag. Die Deutsche und ich liefen beinahe fünf Kilometer gemeinsam, bis nach und nach drei weitere Läuferinnen aufschliessen konnten. Gemeinsam ging es auf die letzten zwei Kilometer. Bis zu diesem Zeitpunkt konnte ich gut folgen. Doch als es um die Entscheidung ging am letzten Aufstieg konnte ich nicht mehr zusetzen. Ich musste mich mit dem undankbaren vierten Platz begnügen. Dennoch konnte ich meinen sechsten Schweizermeistertitel feiern.
Das Wochenende war ziemlich streng, vor allem die Kälte machte es uns Athleten nicht einfach. Ich musste mich erst mal etwas erholen. In Andermatt bereite ich mich auf den nächsten wichtigen Einsatz vor. Am kommenden Samstag werde ich in Nove Mesto (Tschechien) beim Weltcup, über 15 km Klassisch mit Massenstart, am Start stehen. Ich freue mich darauf und bin motiviert.
Letztes Wochenende war "weltcupfrei", aber nicht wettkampffrei. Der Skiclub Plasselb organisierte den alljährlichen Sprint im Schwarzsee, der zum Freiburger- wie auch zum Berner-Cup zählte. Somit trafen sich viele Läuferinnen und Läufer zum Kräfte messen im Schwarzsee ein. Die vielen Helferinnen und Helfer meines Skiclubs sorgten für einen schönen und gelungenen Anlass. Herzlichen Dank! Der Sprint bot mir eine gute Trainingsmöglichkeit im Kreise von vielen Freunden und Bekannten, was mich immer wieder freut, wenn ich zu Hause laufen kann.
Am Sonntag genoss ich dann für einmal eine andere Art von Training. Zum ersten Mal war ich auf den Tourenski unterwegs! Ich hatte einen riesen Spass und wir wurden auf dem Gipfel mit Sonnenschein belohnt. Die anschliessende Abfahrt ins Tal hinunter war für mich jedoch anstrengender als der Aufstieg. Ich schätze, dass ich noch etwas Abfahrtstraining nötig habe.
Für mich steht am Wochenende der erste Teil der Schweizermeisterschaften in Campra an.
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Als ich vor zwei Jahren zum ersten Mal nach Otepää ging, war es für mich die letzte Chance die Olympia-Qualifikation zu holen. Mit der 15. Prologzeit erreichte ich damals die Viertelfinals und beendete diesen Klassisch Sprint auf dem 22. Rang und holte mir somit die Selektion für die Olympischen Spiele in Vancouver. Im vergangenen Jahr erzielte ich mit dem 27. Rang über die 10 Kilometer Klassisch die ersten Weltcup-Punkte in einem Distanzrennen. Und beendete am Tag darauf den Klassisch Sprint auf dem 20. Schlussrang. Mit Otepää verbinde ich also sehr positive Erlebnisse und Erinnerungen. Die dortigen Strecken liegen mir und ich freute mich auch in diesem Jahr auf diese Wettkämpfe im estischen Otepää. Sie gehörten in meiner Wettkampfplanung zu einer der wichtigsten Wettkämpfe in dieser Saison.
Dieses Weltcup-Wochenende begann mit dem Klassisch Sprint. Die Qualifikation beendete ich mit der 20. Prologzeit und erreichte mit diesem Resultat meine zweitbeste Prologzeit seit dem 15. Platz vor zwei Jahren. Das stimmte mich zuversichtlich für die Viertelfinals. Tatjana Stiffler qualifizierte sich als 30ste ebenfalls für die Viertelfinals und wie es so wollte, waren wir beide auch im selben Viertelfinal. Ich erwischte einen guten Start und konnte von Anfang an in der Spitze mitlaufen. Der grösste Teil der Strecke war flach und musste somit im Doppelstock zurückgelegt werden. Dies liegt mir sehr und ich konnte so meine Stärke ausspielen. Marit Björgen, welche den Heat für sich entschied, konnte sich nach der Hälfte der Strecke absetzen. Die Nachführungsarbeit der Verfolgerinnen übernahm ich und lief bis kurz vor dem Ziel an zweiter Stelle. Leider musste ich mich dann auf der Zielgeraden von der Finnin Kerttu Niskanen geschlagen geben. So beendete ich den Heat als Dritte, aus welchem dann der 16. Schlussrang resultierte. Ein gutes Ergebnis mit dem ich zufrieden war. Tatjana belegte den 30. Schlussrang und holte sich somit ihren ersten Weltcup-Punkt.
Am Sonntag standen dann die 10 Kilometer Klassisch auf dem Programm. Vor dem Start hatte ich etwas gemischte Gefühle. Die fünf Kilometer Runde in Otepää zählt zu den härtesten im Weltcup und in den vergangenen Wochen hatte ich mich mehr auf den Sprint fokussiert als auf die Distanz. Dieses Mal profitierte ich jedoch von der starklaufenden Finnin Kerttu Niskanen, die sich auf der zweiten Runde befand. Ich hängte mich an die Skienden der Finnin und fand so schnell einen guten Rhythmus. Diesen konnte ich dann auch bis ins Ziel halten und belegte den 28. Schlussrang. Über weitere drei Weltcup-Punkte freute ich mich und reiste mit einem positiven Gefühl zurück in die Schweiz.
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Man glaubt es kaum ... vor knapp vier Wochen musste für den Weltcup Davos noch Schnee produziert werden, jetzt versinkt Davos im Schnee. Mit solchen Schneemassen haben alle zu kämpfen. Da sollte zum Beispiel eine Autofahrt gut überlegt sein, braucht es doch nicht nur seine Zeit um das Fahrzeug auszubuddeln, sondern auch Vorsicht und Geduld auf der Strasse. Umso mehr Freude und Spass machten die Langlauftouren, wegen dem teils starkem Schneefall zog ich meine eigenen Spuren im Neuschnee.
Zu Beginn des neuen Jahres verbrachte ich gemeinsam mit dem Sprint-Team einige Trainingstage in St.Moritz. Neben den schnellen Einheiten und dem Krafttraining übten wir uns am letzten Tag beim Runterfahren am Schanzenauslauf. Zum Glück lag so viel Schnee, dass ich auf meinem Hintern runterrutschen konnte ... sonst wäre ich wohl zu Fuss nach unten gelaufen ;). Die Rückfahrt nach Davos zog sich dann in die Länge, über vier Stunden Wartezeit vor dem Vereina-Tunnel ... wie gesagt, Geduld beim Auto fahren war gefragt.
Zum Abschluss dieser Trainingswoche startete ich am Samstag beim Vättnerlauf. Nicht wie gewohnt in der Damen-Kategorie, sondern in der Herren und nicht weil ich zu wenig Konkurrenz hatte, sondern weil ich die längere Strecke von zehn Kilometer laufen wollte. Dementsprechend hatte ich auch einen beträchtlichen Rückstand auf den Sieger Martin Jäger jedoch einen guten Vorbereitungswettkampf für den Weltcup in Otepää von übernächstem Wochenende. Vielen Dank dem SC-Vättis für die Organisation!
Kommendes Wochenende wird der nächste Weltcup in Milano/Italien durchgeführt. Bis dahin bereite ich mich weiter in Davos vor und geniesse die schönen Wintertage.
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In dieser Saison wird kein Grossanlass wie Weltmeisterschaften oder Olympische Spiele ausgetragen. Aus diesem Grund lege ich meinen Fokus ausschliesslich auf die Weltcuprennen. In erster Linie will ich meine Resultate aus der letzten Saison verbessern. In der klassischen Technik, die ganz klar zu meiner Stärke zählt, möchte ich mich im Sprint wie auch über die Distanz regelmässig in den Punkterängen (Top30) platzieren. Ein Sprintfinaleinzug (Top6) ist ein Ziel, welches ich anstrebe.
Mein Ziel in den Distanzrennen ist es, den Rückstand auf die Ersten weiter zu verringern. Dann sollten Platzierungen in den Top25 möglich sein.
Im Freistil gilt es, den Anschluss zu finden, was mir in den letzten Jahren leider nicht gelungen ist. Die Tour de Ski, die über den Jahreswechsel stattfindet, habe ich mir in meiner Wettkampfplanung notiert. Dieses Ziel ist nur realisierbar, wenn ich zu Beginn der Saison in der klassischen Technik sowie im Freistil überzeugen kann.
Dies alles sind grosse Ziele, die sicher realisierbar sind, wenn die Gesundheit und auch sonst alles passt. In dieser Hinsicht wünsche ich euch allen einen erfolgreichen und schönen Winter.
Die hohen Temperaturen bewirkten, dass weder in Mitteleuropa noch in Skandinavien Schnee fiel oder Schnee produziert werden konnte.
Der bevorstehende Saisonbeginn liess uns alle etwas „kribbelig“ werden. Im Hinblick auf die ersten Wettkämpfe Mitte November galt es jetzt vermehrt Schneekilometer zu absolvieren. An Stelle eines Trainingskurses und Wettkämpfen in Norwegen absolvierten wir Anfang November einige Trainingstage in Davos. Auf der 1.3 km langen Runde aus übersommerten Schneereserven der letzten Saison konnten wir einige intensive Einheiten auf den Ski absolvieren.